Chronik

Im Dezember 1901 wurde durch die Gemeindeversammlung beschlossen, auch in Harkenbleck auf der Basis des freiwilligen Selbstschutzes eine Feuerwehr zu gründen.
Beschafft wurden sofort von der Firma Lehmann und Wundenberg -Feuerwehrbedarf eine Handdruckfeuerspritze, Leitern und Seile sowie je Feuerwehrmann eine Jacke und ein Helm.
Die Spannhalter (Besitzer von Pferd und Wagen) mussten sich verpflichten, Spritze und Mannschaft der Reihe der Hausnummern nach zu befördern.
Zu dieser Zeit zählte die Gemeinde Harkenbleck 350 Einwohner.
Auf den damaligen Gemeindevorsteher Ernst Behmann fiel die Wahl zum ersten Kommandanten der neuen Feuerwehr. Zum stellvertretenden Kommandanten wurde von ihm Ernst Schiefer bestellt und als Feldwebel und Ausbilder Theodor Pieper eingesetzt.
Das Amt des Kassenwartes und Protokollführers übernahm der Gastwirt Harry Ebeling.
Bereits im Jahre 1903 wurde die Wehr zu ihrem ersten Einsatz zum Gehöft der Familie Schmedes gerufen. Hier konnte erfolgreich die "Feuerprobe" bestanden werden.
Ein Vielzahl von Brandeinsätzen auch im erweiterten Nachbarbereich unserer Ortschaft, in denen die Wehr ihre Schlagkraft unter Beweis stellen musste -schlossen sich im Laufe der Folgezeit an.

Im Jahre 1926 erfolgte die Benennung des Kameraden Fritz Pieper zum Hauptmann. Zu diesem Zeitpunkt löste ebenfalls Ernst Behmann den stellvertretenden Hauptmann Ernst Schiefer ab.
Das Protokoll und die Kameradschaftskasse führten in der neuen Kommandoperiode Heinrich Goltermann und Heinrich Offenhausen.
1936 gab Fritz Pieper die Befehlsgewalt an Kamerad Christian Baxmann ab und zu dessen Vertreter wurde Carl Sustrate ernannt,
Das Jahr 1945 brachte erneut einen Wechsel in der Wehrführung. Als Brandmeister übernahm Gustav Schiefer das Kommando und zu dessen Stellvertreter wählten die Kameraden Ernst Offenhausen senior.
Mit den vom Kriegsdienst heimkehrenden Feuerwehrmännern belebte sich der Übungsdienst in der Freiwilligen Feuerwehr Harkenbleck. Dem langjährigen Gruppenführer Herbert Bartke waren eine erheb1iche Anzahl von Wettkampferfolgen zu verdanken. Das Kassen und Protokollbuch führten in dieser Zeit Fritz Hagenberg und dann Heinz Köhler,
Rat und Verwaltung unserer Ortschaft sorgten stets für eine den Erfordernissen und dem technischen Fortschritt entsprechende Ausrüstung. Bereits im Jahre 1937 verfügte unsere Wehr über eine Motor-Tragkraftspritze mit einer Förderleistung von 800 Liter Wasser in der Minute. Ein Einsatzfahrzeug der Normbezeichnung TSF 8 zur Beförderung einer Pumpe dieser Leistungsstärke und ausgerüstet mit dem kompletten Einsatzgerät für eine Löschgruppe konnte am 10.3.1961 in den Dienstbetrieb gestellt werden.

Als Nachfolger des stellvertretenden Brandmeisters Ernst Offenhausen sen. trat im Jahr 1965 Kamerad Wilhelm Schottmann auf. Auch die Führung des Kassenbuches übernahm Kamerad Schottmann. Das Protokollbuch führte Richard Joost. Diese Aufgabe wurde dann im Jahr 1968 auf Hans-Joachim Krull übertragen.
Zur Generalversammlung im November 1970 beendete der Oberbrandmeister Gustav Schiefer seine über 30jährige Dienstzeit als Ortsbrandmeister. In Anerkennung und Würdigung seiner besonderen Verdienste wurde dem Oberbrandmeister zum Abschied die Ernennung zum Ehren-Ortsbrandmeister ausgesprochen.
Das Amt des Ortsbrandmeisters ging nun auf den Kameraden Ernst Offenhausen jun. über. Zu seinem Stellvertreter wurde Hans-Joachim Krull gewählt.
Ein wesentlicher Schritt im Sinne der technischen Weiterentwicklung war die Inbetriebnahme eines stationären Funkgerätes, das 1970 fest im Einsatzfahrzeug installiert wurde. Gleichlaufend erfolgte
der Einbau eines Alarmmeldeempfängers für unsere Sirenen zur außerörtlichen Alarmgabe durch die Leitstelle der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Ronnenberg.
Anlässlich des Zeltfestes vom 19. bis 21. Juni 1971 wurde der Harkenblecker Wehr ein neues Einsatzfahrzeug der Normbezeichnung LF 8 übergeben. Dieses moderne Fahrzeug kann ,neben den Gerätschaften für eine Gruppe zusätzlich noch die Gruppenmitglieder befördern.
Als Ereignis besonderer Art ist dieses Zeltfest anlässlich des 70jährigen Bestehens der Wehr zu werten. Ein wirtschaftliches Dilemma des Zeltwirtes drohte sich
in der Form auszuwirken, das beinahe kein Zelt zur Verfügung gestanden hätte. Nur dem persönlichen Einsatz der Feuerwehrkameraden war es zu verdanken, das in Eigenleistung ein Zelt in Hoya abgebaut und in Harkenbleck wieder errichtet werden konnte. In diesem Zusammenhang war wirklich bewiesen, das Kameradschaft, Hilfsbereitschaft und Einsatzfreude auch bei friedlichem Einsatz für Feuerwehrmänner keine leeren Worte sind.
Ab dem 1.1.1972 ging die Protokollführung in die Hände von Kamerad Klaus Franzke über. Die Kassenführung übernahm ab dem 7.2.1973 Kamerad Horst Benecke.
Mit 14 Jungen wurde unter der Regie von Willi Kluge am 1.11.1972 eine Jugendwehr ins Leben gerufen. Die Stärke der Jugendgruppe hielt sich in den vergangenen Jahren zwischen 18 und 22 Mitgliedern. Am 1.3.1974 erlangte der Gebietsänderungsvertrag für
den Zusammenschluss der Gemeinde Hemmingen seine Wirksamkeit. Ab diesem Zeitpunkt bilden die sieben ehemaligen Gemeinden Arnum, Devese, Harkenbleck, Hemmingen-Westerfeld, Hiddestorf, Ohlendorf und Wilkenburg durch Gesetz vom 11.2.1974 eine Großgemeinde.
Zwangsläufig ergab sich hieraus auch eine Umstrukturierung in der gebietlichen Organisation der Freiwilligen Feuerwehren dieser Gemeinden. Das neu gebildete Gemeindekommando wählte im August 1974 den Ortsbrandmeister Ernst Offenhausen zum Gemeindebrandmeister. Somit stand Kamerad Offenhausen jetzt der Ortswehr Harkenbleck wie auch dem Gemeindekommando vor.

Der scheidende Bürgermeister und Gemeindedirektor der ehemaligen selbständigen Gemeinde Harkenbleck, Günther Baehrens, erhielt als Gönner für seine außerordentlichen Verdienste bezüglich der Unterstützung und Ausstattung der Wehr die Ehrenmitgliedschaft.
Am 18.9.1976 erhielt die Freiwillige Feuerwehr ihr neues Gerätehaus. Zusätzlich ordnete die Gemeindeverwaltung ihr ein dahinterliegendes Klassenzimmer als Aufenthalts und Schulungsraum zu. Zwischenzeitlich erweiterte sich die Ausrüstung der Wehr durch die Anschaffung von schwerem Atemschutz und Handsprechfunkgeräten. Das Ausbildungsprogramm ergänzte sich zwangsläufig um die Übungen in der Handhabung dieser Gerätschaften.
Mit Wirkung vom 1.1.1977 fiel die Wahl des Ortsbrandmeisters für den Ortsteil Harkenbleck auf den ehemaligen Stellvertreter Hans-Joachim Krull. Zu dessen Stellvertreter wurde Hans-Otto Madsack gewählt.
Ab 1978 hat das Amt des Jugendwartes mit großem Engagement Kamerad Gerd Leithof übernommen.
Im April 1979 komplettierte sich durch die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens der Ausrüstungsstand unserer Wehr.
Kamerad Willi Kluge erhielt zum 1.1.1980 die Ernennung zum Gemeindejugendwart für die Gemeinde Hemmingen. Bis zur Übernahme dieser Aufgabe unterstützte er noch
Kamerad Gerd Leithof bei der Durchführung der örtlichen Jugendarbeit.
Das Jahr 1981 begann für unsere Wehr bereits in der ersten Stunde mit der Bekämpfung eines Großbrandes. Vermutlich durch Feuerwerkskörper wurden Stallungen und Wohnhaus des Landwirts Thiemann in Reden ein Opfer der Flammen. Sturm begleitet von Hagel und Gewitter setzte den Kameraden tüchtig zu.
Am 9.. 10. und 11. Mai 1981 feierten wir ein Zeltfest anlässlich des 80j-ährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr bei herrlichem Sommerwetter.
Ab Oktober 1981 konnte Ortsbrandmeister Hans-Joachim Krull sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr wahrnehmen. Auf der Jahreshauptversammlung im November wurden die Kameraden Hans-Otto Madsack zum Ortsbrandmeister und Klaus Franzke zum stellvertretenden Ortsbrandmeister gewählt.
Erwähnenswert aus 1982 ist der Brand eines Fertighauses im Katzenwinkel. Erst nach rund 5 Stunden konnte "Feuer aus" gemeldet werden. Trotz Einsatz der gesamten Hemminger
Wehren war es nicht möglich. an das Feuer heranzukommen, weil Wand und Deckenverkleidungen das Löschwasser abhielten. Die Isoliermaterialien in den Zwischenräumen waren fast ausschließlich aus brennbaren Stoffen.
Im Jahre 1983 übernahmen die Kameraden Roland Kluge und Ulrich Dettmer die Leitung der Jugendfeuerwehr Harkenbleck. Von Januar 1984 an unterstützt Kamerad Andreas Immisch die Jugendwehr .
Seit Mai 1984 hat die Wehr wieder einen Vergnügungsausschuss, der sich seinerzeit aus den Kameraden Fritz Schaper.
Heino Sürig. Christian Goltermann. Volker Lorenz und
Thomas Scheilke zusammensetzte.
1985 erhielt Kamerad Willi Kluge die Ehrennadel der deutschen Jugendfeuerwehr für hervorragende Dienste verliehen.
Aus gesundheitlichen Gründen musste Gemeindebrandmeister Ernst Offenhausen seinen Dienst beenden. Im Oktober hatten wir einen Einsatz bei einem Dachstuhlbrand in der Mühlenstraße. Durch behutsamen Umgang mit Löschwasser konnte der Schaden in den darbunterliegenden Wohnräumen auf ein Minimum begrenzt werden.

1987 gab es einen Wechsel in der Wehrführung. Kamerad Klaus Franzke wurde zum neuen Ortsbrandmeister und Kamerad Gerd Leithof zu seinem Stellvertreter gewählt. Seit 1988 wird die Jugendfeuerwehr von Kamerad Claus Thiemann unterstützt.
Im Februar 1989 wurde unserer Wehr eine neue Tragkraftspritze übergeben.
Kamerad Ulrich Dettmer übernahm 1990 die Übungstruppe von Kamerad Gerd Leithof.
Zum Schluss des Jahres 1990 gab es in der Silvesternacht einen Einsatz für unsere Wehr in Arnum. Zusammen mit vier Ortswehren und den Drehleitern aus Pattensen und Laatzen wurde der Brand eines Einfamilienhauses, der durch eine Feuerwerksrakete verursacht wurde, gelöscht.
Erwähnenswert aus 1990 ist die Entscheidung des Feuerschutzausschusses der Gemeinde Hemmingen, unser bisheriges LF 8 (Löschgruppenfahrzeug) durch eine Neuanschaffung zu ersetzen. Durch lange Lieferfristen kann uns das Fahrzeug leider nicht zu unserem Zeltfest übergeben werden. So wird es neben unserem Zeltfest noch einen weiteren Höhepunkt in diesem Jahr geben.
Im Juli 1991 wurde unserer Wehr ein neues Einsatzfahrzeug der Normbezeichnung LF 8/8 von der Gemeinde Hemmingen übergeben.
1993 gab es einen Wechsel in der Wehrführung. Kamerad Gerhard Leithof wurde zum neuen Ortsbrandmeister und Kamerad Ulrich Dettmer zu seinem Stellvertreter gewählt.
Im Januar 1994 übergab Ulrich Dettmer das Amt des Jugendwartes an seinen Stellvertreter Andreas Immisch .
Das Amt des Kassenwartes übernahm 1996 Kamerad Michael Dörn.
Im November 1997 wurde unserer Wehr ein neuer Mannschaftstransportwagen (MTW) von der Gemeinde Hemmingen übergeben.
Bei der Jahreshauptversammlung November 1999 wurde der Ortsbrandmeister Gerhard Leithof und sein Stellvertreter Ulrich Dettmer mit überwältigter Mehrheit für weitere 6 Jahre von den Aktiven Kameraden der Wehr gewählt.
Mit Wirkung vom 1. Januar 2000 hat Christian Winkler das Amt des Kassenwartes Übernommen. Gleichzeitig haben Alexander Specht (2. Gerätewart) und Randalf Plücker (3. Jugendwart) ihre Ämter übernommen.
Am 28. August 2000 wurde unsere Wehr zu einem Großbrand auf den Hof von Ernst Baxmann alarmiert. Eine Scheune brannte in voller Ausdehnung.
Durch den massiven Einsatz aller Feuerwehren der Stadt Hemmingen, sowie den Drehleitern aus Laatzen und Pattensen konnte der Brand sehr schnell bekämpft werden.
Der Einsatzbereich der Feuerwehr hat sich nach dem zweiten Weltkrieg stark gewandelt.
Galt es zunächst Brände zu bekämpfen, kamen neue Aufgaben auf die Wehr zu. Hilfeleistungen jeder Art gehören zum Dienst der Feuerwehr. Zur Bewältigung dieser Aufgaben hat uns die Stadt Hemmingen mit entsprechenden Gerätschaften sehr gut aus
gestattet.
Das Jahr 2001 stand ganz im Zeichen des 100jährigen Bestehens der Wehr. Bereits im April des Jahres hatten wir die Möglichkeit bei einer Radiosendung des NDR mitzuwirken.
Besondere Höhepunkte des Festes waren die Kreisdelegiertentagung am Samstag sowie die Vorführung des „Historischen Löschzuges“ aus Burgdorf am Sonntag auf Behmann’s Hof.
Das Gerätehaus wurde im Jahr 2001 mit einer Abgasabsauganlage ausgestattet und renoviert.
Die Gruppe von Heinrich Syrig wird zukünftig von Peter Schasse geleitet. Die Leitung des Vergnügungsausschusses übergab Fritz Schaper an seinen Stellvertreter Harald Brückner.
Seit Sommer 2002 verfügt die Wehr über einen eigenen Internet-Auftritt. Ein Versuch die Wasserversorgung in Harkenbleck durch zu Löschbrunnen zu verbessern schlug leider fehl.
Mehrere Probebohrungen im Ortsgebiet brachten nicht gewünschten Erfolg.
Anfang Januar wurden wir zu einem Hochwassereinsatz nach Arnum gerufen. Bis in die frühen Morgenstunden waren unsere Kameraden im Einsatz. Zum 31.12.2002 gab Ortsbrandmeister Gerd Leithof sein Amt aus gesundheitlichen Gründen ab. Im Februar 2003 wurde Kamerad Christian Winkler zu seinem Nachfolger gewählt.
Die Kassenführung übergab Kamerad Winkler an Bernd Kreft. Die Gruppe von Ulrich Dettmer übernimmt zukünftig Kamerad Alexander Specht. Seit Anfang des Jahres ist die Wehr PC-Technisch ausgerüstet worden.
Im Juli führten wir zum ersten mal ein gemeinsames Sommerfest der Aktiven, Passiven, und Jugendfeuerwehrmitglieder durch. 8 Mitglieder der Jugenfeuerwehr haben an einem Film der Feuerwehrunfallkasse mitgewirkt. An 5 Tagen konnten sie Ihre schauspielerischen Talente unter Beweis stellen. In der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober 2003 vernichtete ein Brand im Harkenblecker Gerätehaus den Mannschaftstransportwagen völlig und beschädigte das LF8 sowie die Inneneinrichtung schwer. In den folgenden Wochen wurde das Gerätehaus von Grund auf saniert. Am 21. November wurde das neue MTW feierlich an die Wehr übergeben.
Anfang 2004 wurde das Gerätehaus wieder komplett eingerichtet. Die offizielle Einweihung feierten wir am 15. Mai 2004 mit einem „Tag der offenen Tür. Bei den Stadtjugendwettkämpfen in Wilkenburg errang unsere Jugendwehr sensationell die ersten 3 Plätze und damit zum 8. mal in Folge den Stadtpokal. Nach langjähriger Tätigkeit übergaben die Gerätewarte Alexander Specht und Hermann Stedeler an die Kameraden Heiko Standke und Torsten Melde. Im August führten wir nach langer Zeit wieder Wettkämpfe der Aktiven Kameraden in Harkenbleck durch. Die Gruppe Immisch errang dabei den ersten Platz.
Bei der Generalversammlung führten wir erstmalig die Beförderung zum 1.Hauptfeuerwehrmann durch. Am 27. Januar 2005 erschien in der HAZ ein mehrseitiger Bericht über die Ortswehr Harkenbleck. Seit Mitte des Jahres ist auch die Jugenfeuerwehr mit einer eigenen Website im Internet vertreten.
Im November wurde Ulrich Dettmer erneut zum Stellvertretenden Ortsbrandmeister gewählt.

Zum Ende 2005 übergab Kamerad Andreas Immisch nach 22 Jahren Jugendarbeit die Leitung der Jugendfeuerwehr an Claus Thiemann. Dieser wird zur Zeit von den Kameraden Randalf Plücker, Simon Appl, Heiko Schottmann, Wiebke Schottmann und Tobias Liecke unterstützt.

Im April 2006 führten wir auf dem Friedrich Kehlbeck Platz Wettkämpfe der Aktiven durch. Vom 5. bis 8. Mai 2006 feierten wir das 105 jährige Bestehen mit einem Zeltfest. Bei bestem Wetter feierte die Wehr mit den Harkenbleck Einwohner an vier Tagen ein ausgelassenes Fest.

Am 15 Juli 2006 wurden wir zu einem Einsatz auf einem Stoppelfeld am Ortsrand gerufen. Dort brannten eine Strohpresse und ein Teil des Feldes.

Am 22.08.06 wurden wir zu einem Verkehrsunfall gerufen. Ein LKW war durch den Vorgarten in ein Wohnhaus gefahren. Der verletzte Fahrer konnte von den Kameraden befreit werden.

Die Wehr wurde mit digitalen Funkmeldeempfängern ausgestattet.
Im Januar 2007 hielt uns der Sturm „Kyrill“ in Atem. Die Wehr wurde zu umgestürzten Bäumen im Ortsgebiet gerufen und half anschließend den benachbarten Wehren bei den Aufräumarbeiten.

Aufgrund von Gesetzesänderungen muss nun zukünftig ein Kettensägenschein gemacht werden. Auf Stadtebene führten wir daher einen gemeinsamen Lehrgang durch. Im Mai 2007 führte Abschnittsleiter Rudi Bennecke die Ehrung von zahlreichen passiven Kameraden für 25 und 40 jährige Mitgliedschaft durch.

Am 23. Mai 2007 wurden wir tagsüber zu einem Schwelbrand in die Arnumer Straße gerufen. Durch starke Verrußung entstand ein hoher Sachschaden.

Aus Anlass Ihres 35 jährigen Bestehens fanden im Juli die Jugendfeuerwehrwettkämpfe in Harkenbleck statt. Unsere Jugendwehr verteidigte zum 11mal den Pokal. Im Anschluss fand noch eine Feierstunde mit den Eltern statt.

Seit Mitte 2007 besteht ein allgemeines Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden. Dieses gilt auch für die Räumlichkeiten der Feuerwehr.

Das erste Halbjahr 2008 verlief aus Feuerwehrsicht sehr ruhig. Am 13.09.2008 wurden wir dann zu einem Hochhausbrand nach Hemmingen-Westerfeld gerufen. Mehrere Bewohner mussten über Drehleitern gerettet werden. Am 16. September wurden wir dann zu einem Brand in der ehemaligen Hiddestorfer Schule gerufen.

Zur Februarversammlung 2009 begrüßte Ortsbrandmeister Christian Winkler zahlreiche Gäste. Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Wahl eines Nachfolgers für OBM Winkler, der nicht zur Wiederwahl antrat.
Vorgeschlagen und mit großer Mehrheit wurde Kamerad Marcus Unger gewählt. Die Gerätewarte Heiko Standke und Thorsten Melde wurden von Christoph Gramann und Stefan Brückner abgelöst. Thorsten Melde übernahm das Amt des Presswartes von Wiebke Schottmann.

Am 20. Mai 09 wurden wir zu einer Türöffnung in den Katzenwinkel gerufen. Auf der Mai Versammlung verabschiedete wir unseren ehemaligen Orts- und Stadtbrandmeister Klaus Franzke in den passiven Dienst.

Am 22. August 2009 feierten wir einen „Tag der offenen Tür“ vor dem Gerätehaus. Höhepunkt der Veranstaltung war das „Brandschutzmobil“ der VGH und die Vorführungen der Berufsfeuerwehr.

Am 27. September 2009 errangen 9 Jugendfeuerwehrkameraden die „Leistungsspange“ der deutschen Jugendfeuerwehr.
Im Frühjahr 2010 erhielten mehrere Kameraden der Wehr das Sport- und Rettungschwimmerabzeichen. Bei den Stadtwettkämpfen in Devese errang unsere Jugendfeuerwehr zum 14. Mal den Stadtpokal und zudem die Plätze 2 und 3.

Im August 2010 wurden wir zu einem Brandeinsatz im Arnumer Sportheim sowie zu einem Hochwassereinsatz an der Landwehr gerufen.

2011

Anlässlich unseres 110-jährigen Bestehens veranstalteten wir im April 2011 eine Fußgängerrallye in und um Harkenbleck, bei der 30 Gruppen teilnahmen. Die Siegerehrung fand an dem Sonntag unseres viertätigen Zeltfestes statt. Während des gesamten Zeltfestes hatten wir wieder schönes Wetter und gemeinsam mit vielen Feuerwehren, Vereinen und Besuchern feierten wir unser Jubiläum. Der Höhepunkt neben der Siegerehrung war der große Festumzug durch das Dorf mit vielen Teilnehmern und Besuchern.

Anstatt eines Stadtjugendfeuerwehrwettkampfes wurde 2011 ein Spiel ohne Grenzen durchgeführt. Bei dem Floßrennen konnte auch hier wieder die Harkenblecker Jugendfeuerwehr den ersten Platz belegen. Wenige Wochen später errang eine Gruppe der Nachwuchsabteilung die Leistungsspange.

Im Jahr 2011 stiegen die Einsatzzahlen weiter an, so halfen wir im März wir bei den Löscharbeiten eines Bistrobetriebes in Arnum und wenige Tage später wurden wir zu einem Verkehrsunfall in Harkenbleck alarmiert. Anfang April rückten wir dann gleich zu vier Feuermeldungen innerhalb einer Woche aus; darunter war ein Küchenbrand am Steinbrink in Harkenbleck, der schnell und effizient gelöscht werden konnte.
Im Sommer wurden die Harkenblecker zweimal in der Nacht zu Bränden in Arnum gerufen. Gemeinsam mit allen anderen Wehren der Stadtfeuerwehr Hemmingen wurde ein Großbrand in einem Restaurant an der Göttinger Straße bekämpft. Zwei Wochen später waren wir bei einem Wohnungsbrand im Einsatz, bei dem leider eine Person an seinen schweren Verbrennungen verstarb.

Im Jahr 2011 gab es einige personelle Veränderungen im Kommando. Stefan Brückner und Christoph Gramann gaben ihre Posten als Gerätewarte auf, Kamerad Holger Hiegeist führt die Aufgaben fort.
Torsten Melde übergab das Amt für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an Lennart Fieguth und seinen Stellvertreter Christian Dettmer.

Auf der Jahreshauptversammlung im November 2011 wurde ein neuer stellvertretender Ortsbrandmeister gewählt. Seit 1993 und damit drei erfolgreiche Amtsperioden lang war Ulrich Dettmer der stellvertretende Ortsbrandmeister der Harkenblecker Wehr. Zum Nachfolger wurde der Gruppenführer Alexander Specht gewählt. Die Gruppe von Alexander Specht übernahm Tobias Liecke.

2012

Zum Jahreswechsel 2012 übergab Claus Thiemann sein Amt als Jugendwart an Heiko Schottmann. Thiemann konnte auf eine erfolgreiche Zeit als Jugendwart zurückblicken, denn die Siegesserie der Harkenblecker Jugendfeuerwehr riss nicht ab.

Zu Beginn des Jahres 2012, auf der Generalversammlung, zeichnete der Regionsbrandmeister Bernd Keitel den Kameraden Ulrich Dettmer mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber für seine Verdienste bei der Harkenblecker Feuerwehr aus.

Bei dem Völkerballturnier der Stadtjugendfeuerwehren Hemmingen, Laatzen und Pattensen im Februar konnte die Harkenblecker Jugendfeuerwehr nach unglaublicher sportlicher Leistung alle Spiele gewinnen und sicherte sich damit den Turniersieg.

In diesem Jahr feierte die Jugendfeuerwehr auch ihr 40-jähriges Jubiläum und der Stadtjugendfeuerwehrwettkampf wurde deshalb in Harkenbleck ausgerichtet. Zum 15. Mal in Folge konnten die Jugendlichen den Titel erfolgreich verteidigen, anschließend wurde gemeinsam mit der gesamten Wehr und den Familien der Jugendlichen das Jubiläum und der Sieg gefeiert.

Im Sommer 2012 mussten im Stadtgebiet Hemmingen durch Starkregen 83 Einsätze abgearbeitet werden, wir waren ebenfalls bis in die Nacht im Einsatz.

2013

Das Jahr 2013 war ein sehr arbeitsreiches Jahr. Der Tresen- und Schulungsraum wurde in Eigenregie aufwendig saniert. Die Kameraden und Kameradinnen trafen sich nahezu jedes Wochenende und teilweise auch unter der Woche, um die Räume zu renovieren. Die Feuerwehr verfügt nun über moderne und an den Stand der Technik angepasste Räume, die eine sehr gute Lernatmosphäre ermöglichen.

In dem Jahr 2013 wurde die Freiwillige Feuerwehr Harkenbleck zudem 112 Jahre alt und da die 112 auch die Notrufnummer der Feuerwehr ist, richtete die Ortswehr nach monatelanger Vorbereitung eine Fußgängerrallye in und um Harkenbleck am 17. August 2013 aus. Die Resonanz war riesig, 65 Gruppen meldeten sich zu der Spaßrallye an und nach der Siegerehrung klang der tolle Tag mit einer großen Party und insgesamt 1000 Besuchern auf dem Gerätehausplatz aus.
Anlässlich des 112-jährigen Jubiläums erstellten die Pressesprecher Lennart Fieguth und Christian Dettmer gemeinsam mit der Verlagsgesellschaft Madsack ein Sondermagazin, welches mit einer Auflagenhöhe von 7500 Stück den Tageszeitungen in Hemmingen beigelegt sowie in allen Hemmingern Ortsteilen ausgelegt wurde.
Unterstützt wurden die Aktiven bei den Feierlichkeiten auch von der Altersabteilung und der Jugendabteilung, wobei einige Jugendliche nebenbei auch für die Leistungsspangenprüfung trainierten, welche sie erfolgreich bestanden.

Einige Mitglieder der aktiven Abteilung nahmen zudem im Mai an einem Leistungsmarsch in Luxemburg sowie im August an der Radtour „Feuerwehr bewegt“ der Feuerwehrunfallkasse in Landkreis Nienburg teil.

Auch im Jahr 2013 stiegen die Einsatzzahlen an, insgesamt rückten die Harkenblecker zu 31 Einsätzen aus. Im März brannte es in einem Einfamilienhaus in Arnum und mehrere Menschen waren vom Rauch und Feuer eingeschlossen. Zum Glück konnten die fünf Personen sich selbst retten oder wurden von der Feuerwehr gerettet. In Harkenbleck brannte es im Jahr 2013 zweimal in Reihenhäusern. Am 4. August 2013 am frühen Morgen geriet der Dachstuhl eines Reihenendhauses am Katzenwinkel durch einen Blitzschlag in Brand. Durch den massiven Einsatz von 105 Einsatzkräften und mehreren Rohren im Innen- und Außenangriff und zwei Drehleitern konnte das Übergreifen des Brandes auf die Nachbarhäuser verhindert werden. Wenige Monate später wurden wir dann zu einem Kellerbrand an der Redener Straße alarmiert.

2014

Im Jahr 2014 richtete die Jugendfeuerwehr Harkenbleck erstmals einen 24 Stundendienst mit gemeinsamer Übernachtung im Gerätehaus aus, welcher auf große Begeisterung bei dem Nachwuchs stieß und regelmäßig wiederholt werden soll.

Die Freiwillige Feuerwehr Harkenbleck unterstützt bei einem Katastrophenfall im Land das Krankenhaus der Henriettenstiftung als Technische Unterstützungsgruppe bei der Logistik, zum Beispiel durch den Aufbau von Notfallbetten oder durch Tragehilfe. Dieses Vorgehen wurde am 14. Juni 2014 bei einer groß angelegten Katastrophenschutzübung trainiert.

Durch Starkregen am Abend des 4. Augustes liefen im gesamten Stadtgebiet Hemmingen viele Gebäude und Häuser, insbesondere Keller und Garagen mit Wasser voll. 314 Einsätzen mussten bis tief in die Nacht abgearbeitet werden, am Rathaus der Stadt Hemmingen wurde eine örtliche Einsatzleitung zur Koordination der Einsätze eingerichtet. Unterstützung erhielt die Stadtfeuerwehr Hemmingen mit ihren sechs Wehren von zwei THW-Ortsverbänden und weiteren 15 Ortsfeuerwehren aus den Städten Laatzen, Pattensen und Hannover.

2015

Der Ortsbrandmeister Marcus Unger stellte nach sechs Jahren sein Amt als Ortsbrandmeister zur Verfügung, sodass im Februar ein neuer Ortsbrandmeister gewählt wurde. Mit nur einer Gegenstimme wurde der bisherige Stellvertreter Alexander Specht zum neuen Ortsbrandmeister gewählt. Das freiwerdende Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters übernahm Heiko Schottmann, der bei der Wahl keine einzige Gegenstimme erhielt.

Auch bei der Führung der Jugendfeuerwehr gab es Veränderungen. Jugendwart Heiko Schottmann und Stellvertreter Tobias Liecke übergaben ihre Ämter an Christian Dettmer und Alexander Muth.

Einsatztechnisch war das Jahr 2015 ein ruhiges Jahr, im Vordergrund stand die intensive Aus- und Fortbildung der Kameradinnen und Kameraden auch bei speziellen Einsatzlagen, um im Einsatzfall auf höchsten Standard mit den verfügbaren Mittel handeln zu können.

Auch die Jugendfeuerwehr beschäftigte sich mit verschiedenen Ausbildungseinheiten, wie zum Beispiel bei der 24 h Übung der Jugendfeuerwehr. Neben den feuertechnischen Inhalten stand aber die Förderung der Gemeinschaft und viel Spaß durch verschiedene Spiele und Aktionen im Vordergrund. Weitere der vielen Highlights waren das Wochenende im Center Parc oder der Besuch eines Rettungswagens.

Die jahrelange gute Jugendfeuerwehrarbeit trägt Früchte, denn 48 % der aktiven Mitgliederinnen und Mitglieder der Einsatzabteilung sind zwischen 16-26 Jahre alt. Keine andere Ortsfeuerwehr im Stadtgebiet hat so viele junge Mitgliederinnen und Mitglieder, wie bei der Erhebung der Daten zum aktuellen Feuerwehrbedarfs- und -entwicklungsplan deutlich wurde.

Damit aber auch in Zukunft der Fortbestand gesichert ist und um auch jüngeren interessierten Kindern unter zehn Jahren die Möglichkeit zu geben, sich bei der Feuerwehr auszuprobieren und zu engagieren, wurde eine Kinderfeuerwehr gegründet. Der erste Dienst fand am 11. September 2015 statt und das Betreuerteam um Claus Thiemann, Ulrich Dettmer und Nadine Kluge konnte 17 Kinder zum ersten Dienst begrüßen. Durch die Brandschutzerziehung werden den Kindern spielerisch wichtige Informationen über die Feuerwehr und den Brandschutz vermittelt, sodass die Kinder bereits im jungen Alter lernen, wie sie in einem Notfall reagieren sollten und auf diese vorbereitet sind. Der Spaß steht aber immer im Vordergrund, ähnlich wie bei der Jugendfeuerwehr wird durch verschiedene Aktionen (z.B. Rallyes, Kekse backen usw.) die Gemeinschaft gestärkt.